Brandenburgischeskonzert

Brandenburgisches Konzert Nr. 4, G-Dur

Die Brandenburgischen Konzerte sind eine Sammlung von sechs Konzerten, die Johann Sebastian Bach im März 1721 an den Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg-Schwedt sandte. Der Originaltitel lautet „Six Concerts avec plusieurs instruments". Die Konzerte wurden nicht etwa aus diesem Anlass komponiert, sondern von Bach aus vorhandenen Partituren zusammengestellt. In Besetzung, Umfang und Charakter weisen die Werke große Unterschiede auf.
Das Vierte Konzert in G-Dur (BWV 1049) stellt dem Streichorchester eine Solovioline und zwei Blockflöten gegenüber.

Die hochentwickelten motivischen Arbeit in allen drei Sätzen, die bruchlose Geschlossenheit des ganzen Konzerts und die „Intention des Komponisten, eine absolut regelmäßige Periodik und Proportionierung zu durchbrechen"[3] lassen schließen, dass es zusammen mit dem zweiten Konzert als letztes der Sammlung, wohl 1720, entstanden ist. Darauf deutet auch die geringe Zahl von Korrekturen in der Widmungspartitur hin. Eine Kompositionspartitur oder Frühfassung des Konzerts ist nicht erhalten, wohl aber eine Leipziger Umarbeitung zum Cembalokonzert in F-Dur (BWV 1057). Auch dort setzt Bach die beiden Blockflöten ein, gibt deren Partien im Mittelsatz aber dem Cembalo; wohl, weil Echoflöten hier nicht zur Verfügung standen. So wirken die Flöten dort schon eher wie eine Bläsergruppe innerhalb des Orchesters, und das Solocembalo solistischer als die Violine in der Originalfassung.

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